Kesselkogel (3004m) - Klettersteig über die Ostflanke
Berggruppe:
Rosengartengruppe
Ausgangspunkt:
Gardeccia; hierher mit Kleinbus von Pera di Fassa
Schwierigkeit:
A/B (leicht - mäßig schwierig)
Höhendifferenz:
ab Gardeccia 1050 Hm
Gehzeiten:
Gardeccia - Vajolethütte - Grasleitenpaß: 2 Std.
Grasleitenpaß - Antermoja-Paß - Einstieg: 0,75 Std.
Einstieg - Gipfel: 1,5 Std.
Abstieg über Westflanke: 2,5 Std.
Abstieg wie Anstieg: 3 Std.
Anmerkungen:
Leichter, aber teilweise luftiger Klettersteig auf den einzigen Dreitausender im
Rosengarten. Landschaftlich großartig mit einer tollen Aussicht, aber leider
sehr häufig überlaufen. Für den Gipfelgrat ist gute Trittsicherheit
und Schwindelfreiheit unabdingbar!
Bei der Überschreitung des Kesselkogels wird diese Route meistens im Abstieg
begangen, nach einem Aufstieg über den
Klettersteig der Westflanke.
Beschreibung:
Von Gardeccia (1949m) auf dem breiten Fahrweg (Markierung 546) mäßig steil
zur Vajolethütte (2243m) und auf Weg 584 am Fuß der Vajolettürme weiter
zum Grasleitenpaß mit der kleinen, neuen Schutzhütte (2601m). Nun nach
Wegweiser weiterhin mit Markierung Nr. 584 über eine sehr steile Schutthalde hinauf
zum Antermoja-Paß (2770m). Wenige Minuten Abstieg auf dem Hauptweg in Richtung
Antermojahütte, dann nach links auf einen schmalen Steig abzweigen und auf diesem
zum Beginn der ersten Sicherungen.
Gesicherte, ansteigende Querung am Vorbau des Kesselkogels in eine Rinne, diese hinauf
und über leichte Felsen in gerölliges Gehgelände. In Kehren zu einer
Scharte und weiter zum eigentlichen Gipfelaufbau.
An Drahtseilen und über zwei kurze Eisenleitern hinauf zum breiten Geröllband
der Ostflanke. Im Gehgelände, das an Engstellen gesichert ist, ansteigend zu einer
Felsstufe, die schließlich empor zum Südgrat führt. Ausgesetzt über
den nur kurzen, aber sehr schmalen und nicht gesicherten Grat zum Gipfelkreuz auf dem
Kesselkogel (3004m).
Der Abstieg kann entweder über diese Anstiegsroute oder aber über den
Klettersteig der Westflanke
erfolgen.
(Alle Informationen und Fotos vom 01.09.2009).
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Das Rif. Gardeccia (1949m) ist der beste Ausgangspunkt für eine Besteigung des Kesselkogels; hierher gelangt man z.B. per Kleinbus von Pera di Fassa.
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Der breite und wuchtige Kesselkogel ist mit 3004 Metern der höchste Gipfel im Rosengarten und auch der einzige Dreitausender.
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Vom Grasleitenpaß (2601m) führt ein markierter Weg über dieses Schuttfeld in rund 30 Minuten etwas mühsam hinauf zum Antermoja-Paß (2770m).
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Nach wenigen Minuten Abstieg von der Paßhöhe, erreicht man den Einstieg des Klettersteigs, der zunächst über einen Vorbau hinaufführt.
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Nachdem man den höchsten Punkt des Vorbaus erreicht hat, beginnt der eigentliche Gipfelaufstieg.
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Bereits nach wenigen drahtseilgesicherten Metern erreicht man eine erste, kurze Eisenleiter an einem Absatz.
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Eine zweite, ebenfalls nur sehr kurze Eisenleiter hilft über eine etwas schwierige Wandstelle hinauf.
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Oberhalb der ersten, recht steilen Felsstufe erreicht man bald ein kurzes, gesichertes Geröllband.
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Das Band führt zu einem Felsabsatz, der mit einer Klammer und mehreren Drahtseilen überwunden wird.
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Schließlich erreicht man das breite, leicht zu begehende Geröll- und Schrofenband der Ostflanke.
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Dem Band, das nur an wenigen Engstellen ausgesetzt ist, folgt man, bis es an einem Aufschwung endet.
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Am Ende vom Band erblickt man das erste Mal den Gipfel und überwindet dann diese leichten Felsstufen.
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Im Zickzack geht es über die teilweise geröllbedeckten und fast durchgehend drahtseilgesicherten Schrofen weiter zügig empor.
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Eine zum Abschluß noch etwas steilere Felsstufe wird in einer Schleife problemlos am Drahtseil bezwungen.
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Blick von kurz unterhalb des Südgrates hinauf zum Gipfel des Kesselkogels. Gleich wird es ein bißchen luftig.
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Der kurze, aber sehr schmale Südgrat ist nicht gesichert und sollte deshalb mit Vorsicht begangen werden.
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Das Gipfelkreuz auf dem Kesselkogel (3004m). Hier gibt es eine phantastische Aussicht zu genießen.
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Blick hinüber zur sehr markanten Rosengartenspitze (2981m). Rechts davon die Vajolettürme, das Gartl und die Laurinswand. Hinten links der Latemar.
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Tiefblick hinab zum kleinen Antermoja-See mit der gleichnamigen, nur schwach erkennbaren Schutzhütte, darüber der Fallwand-Kamm.
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Blick hinüber zur Marmolada (3343m), der Königin der Dolomiten, mit ihrem bekannten Eis- und Felsprofil. Links im Hintergrund der Monte Pelmo.