Kesselkogel (3004m) - Klettersteig über die Westflanke
Berggruppe:
Rosengartengruppe
Ausgangspunkt:
Gardeccia; hierher mit Kleinbus von Pera di Fassa
Schwierigkeit:
A/B (leicht - mäßig schwierig)
Höhendifferenz:
ab Gardeccia 1050 Hm
Gehzeiten:
Gardeccia - Vajolethütte - Grasleitenpaß: 2 Std.
Grasleitenpaß - Kesselkogel: 1,5 Std.
Abstieg wie Anstieg: 2,5 Std.
Abstieg über Ostflanke: 3 Std.
Anmerkungen:
Leichter, aber teilweise luftiger Klettersteig auf den einzigen Dreitausender im
Rosengarten. Landschaftlich großartig mit einer tollen Aussicht, aber leider
sehr häufig überlaufen. Für den Gipfelgrat ist gute Trittsicherheit
und Schwindelfreiheit unabdingbar!
Bei der Überschreitung des Kesselkogels wird diese Route meistens zum Aufstieg
benutzt und der
Klettersteig der Ostflanke
zum Abstieg.
Beschreibung:
Von Gardeccia (1949m) auf dem breiten Fahrweg (Markierung 546) mäßig steil
zur Vajolethütte (2243m) und auf Weg 584 am Fuß der Vajolettürme weiter
zum Grasleitenpaß mit der kleinen, neuen Schutzhütte (2601m).
Nach Steigspuren und Markierungen über den Geröllhang zu einem überdachten
Band, dem man nach links folgt. Über nicht gesicherte, aber gut gestufte Felsen
einer Rinne empor zu einer schmalen Scharte. Ein sehr luftiges, gesichertes Band
führt zu einer Eisenleiter, die man zu einem weiteren Band hinabsteigt. Weiterhin
ausgesetzt hinüber zu einer steilen Felsrampe, die hinauf zum breiten Band der
Westflanke führt. Linkshaltend in Gehgelände und über gesicherte Felsstufen
bis vor eine Scharte. Wenige Meter davor nach rechts über gestuften Fels und
geröllige Bänder hinauf zum sehr schmalen Nordgrat. Fast eben, aber
äußerst luftig und vollkommen ohne Drahtseilsicherungen hinüber zum
längst sichtbaren Gipfelkreuz auf dem Kesselkogel (3004m).
Der Abstieg kann entweder über diese Anstiegsroute oder aber über den
Klettersteig der Ostflanke
erfolgen.
(Alle Informationen und Fotos vom 01.09.2009).
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Der breite und wuchtige Kesselkogel ist mit 3004 Metern der höchste Gipfel im Rosengarten und das lohnende Ziel der heutigen Klettersteigtour.
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Die erst kürzlich neu erbaute Grasleitenpaßhütte (2601m) liegt direkt an den Felsen und nur wenige Minuten vom Klettersteig-Einstieg entfernt.
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Von der Schutzhütte geht es erst über einen kurzen, steilen Geröllhang empor, dann quert man einen Vorbau auf einem überdachten Band.
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Nach dem Einstiegsband muß diese Rinne zu einer Scharte hinauf erklettert werden; es gibt keine Sicherungen!
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An der Scharte beginnt ein sehr ausgesetztes, gesichertes Band, das leicht fallend zu einer Leiter führt.
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Blick hinüber zum luftigen Fortsetzungsband und zu einer Rampe, die man später noch erklettern muß.
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Das erste Band bricht schon bald senkrecht ab; über eine Leiter steigt man zum Fortsetzungband hinab.
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Rückblick von der Felsrampe zu den beiden eben begangenen Felsbändern mit dem senkrechten Abbruch und der Leiter links der Bildmitte.
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Die steile Felsrampe nach dem Band ist mit Drahtseilen gut gesichert und damit relativ leicht ersteigbar.
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Anschließend geht es im leichten Gehgelände wieder über ein geröllbedecktes Felsband, erst querend, dann ansteigend, zur nächsten Felsstufe.
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Eine recht steile Felsstufe führt in einem Linksbogen hinauf zum großen, breiten Band der Westflanke.
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Die gesamte Kesselkogel-Westflanke wird von dem breiten Band von rechts unten nach links oben durchzogen.
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Problemlos und überwiegend im Gehgelände geht es über das an den meisten Stellen geröllbedeckte Felsband weiter nach oben.
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Im Mittelteil des Bandes weicht die Route auch kurzzeitig auf die linken, steilen Begrenzungsfelsen aus.
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Nochmals ein Rückblick auf das lange Band, das schon bald an einer Scharte am Nordgrat endet.
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Einige Meter bevor man die Scharte am Nordgrat erreicht hat, zweigt die Route nach rechts in eine Rinne ab.
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Ein ziemlich steiler, drahtseilgesicherter Felsaufschwung führt schließlich zu einem weiteren Querungsband, dem man nach rechts hinüber folgt.
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Das geröllige Querungsband führt nach rechts hinüber zu einer kleinen Kante, an der man das erste Mal einen freien Blick zum Gipfelkreuz hat.
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Die Gipfelregion vom Kesselkogel. Der Klettersteig ist geschafft, es fehlt nur noch die anregende, sehr luftige Querung hinüber zum Kreuz.
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Der luftige, sehr schmale Nordgrat ist nicht gesichert, so daß man ihn nur mit größter Vorsicht begehen sollte; es geht ganz schön weit in die Tiefe!
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Vom leider nur selten ruhigen Gipfelkreuz am Kesselkogel (3004m) kann man eine großartige Aussicht genießen.
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Blick vom Gipfel hinüber zu den Tschaminspitzen und zum Hammerwandkamm. Im dunstigen Talkessel kann man die Landeshauptstadt Bozen erkennen.